Die Skifahrt 2009 - Ein Bericht

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SkifahrerinFreitag morgens vor der Schule bot sich ein chaotisches Bild: Überall aufgeregte Kinder und Eltern und ganz viele Koffer und Taschen. Doch nachdem endlich das Gepäck und sämtliche potentiellen Skifahrer verstaut waren, ging es los!

Sieben Stunden Fahrt im Bus trennten die 60 aufgeregten Kindern, die das Skifahren ungeduldig erwarten, vom Kleinwalsertal in Österreich.

Als es schon nach einer Stunde langweilig wurde, konnten wir uns einen Film ansehen – es lebe die moderne Technik! So allmählich wurde es immer stiller, denn viele waren vom frühen Aufstehen noch müde. Nach drei Stunden endlich die erste Pause! Nachdem man sich Füße vertre­ten hatte – meist verbunden mit einem Gang zur Toilette - ging es weiter in Richtung Österreich. Endlich wurden die ersten Schneefelder gesichtet und schon war im oberen Geschoss des Doppel­deckerbusse die Hölle los! Jeder überschrie den anderen bei der Sichtung des größten, weißesten oder schönsten Schneefeldes. Die Schneedecken wurden schnell zu Schneebergen und alle sehnten sich aus dem stickigen Bus in die schöne Schneelandschaft.

Endlich erreichten wir das „Württemberger Haus“ im österreichischen Kleinwalsertal, un­ser Quartier für die nächsten acht Tage. Wir bezo­gen die Betten, räumten die Schränke ein und besuchten die anderen Zimmer. Auch wenn man ins Hochbett ohne Leiter klettern musste, war dies nur ein weiterer sport­licher Höhepunkt dieser Fahrt.

Beim Abendessen um 18:00 Uhr schlung jeder die Nudeln gierig herunter. Nach dem Es­sen wurden die Langlauf-Gruppen für den nächsten Tag eingeteilt und die SkilehrerInnen vorge­stellt. Uns begleiteten neben den Lehrkräften Herr Braun, Herr Blechstein und Frau Erhart, auch  die SkilehrerInnen Martin, Markus, Thorsten, Basti und Kathrin. Allen ein großes Dankeschön für die Geduld und den Spaß!

Obwohl wir müde waren, wollte oder konnte keiner schlafen, weil wir uns auf unseren ersten Tag im Schnee freuten. Doch war es um 22:00 Uhr wie vorgeschrieben still, wohl auch weil im Flur ein Lehrer stand.

Jeder Morgen sollte um 8:00 Uhr mit einem gesunden Frühstück aus Müsli und Bröt­chen beginnen. Um 9:30 Uhr mussten wir eingecremt und in Skisachen mit Skiern vor der Hütte stehen. Gemeinsam wanderten wir mit den Skilehrern zu einem nah gelegenem Feld, das mit einer hohen und festen Schneedecke bedeckt war. Hier trennten sich die Gruppen: Die erste und fortgeschrittenste Gruppe fuhr sofort auf der Loipe eine längere Strecke, der zweiten und dritten Gruppe wurde eine Einweisung in das Technik des Langlauf gegeben.

Um 17:00 Uhr war der erste Skitag vorbei - alle gingen wieder in ihre Zimmer, duschten sich und ließen sich das Abendessen schmecken. An dieser Stelle ist durchaus ein Lob für die gute und reichhaltige Küche angebracht. Ob Frühstück, Lunchpaket oder Abendessen – stets war genug für alle da und jeder fand etwas, das ihm schmeckte.

Am Sonntag waren alle bereit eine längere Strecke zu fahren. Auf einem gespurten Rundkurs liefen wir im klassischen Langlaufstil mindestens sechs Kilometer - das reichte aber auch! Das Langlaufen war viel anstrengender als ich vorher vermutet hatte.

Am Montag liehen wir uns endlich Alpinskier und Helme, wenn keine vorhanden waren. Den Beginn unserer Alpinski-Erfahrung machten wir auf dem 2030 Meter hohen Ifen. Während den Anfängern erst einmal die Grundlagen von Bremsen, Geradeaus- und Kur­venfahren vermittelt wurden, durften sich die Erfahrenen auf einem kleinen Hügel aufwär­men bevor es dann auf den Ifen ging. Für mich war es das erste Mal auf Skiern und ich fand es schon ganz schön anstrengend (schöne Grüße an den Muskelkater in meinen Wa­den), doch es machte unheimlich viel Spaß. Jeden Tag gewann man an Sicherheit und auch die Schussfahrten wurden rasanter und länger, weil sie nicht so schnell auf dem Hosenboden endeten.

Auch Abends hatten wir unseren Spaß. Neben Spieleabenden mit "Ligretto", "Wer wird Millionär" oder "Monopoly", nutzten wir die Möglichkeit ausgiebig Tischtennis zu spielen. Ein Höhepunkt aber war ganz sicher die Abschlussparty!

Viel zu schnell erreichte uns der letzte Tag! Wir hatten viel Spaß auf den Skiern gehabt und hatten uns so gut kennen gelernt, dass viele  traurig waren, als es wieder nach Hau­se gehen sollte.

Zu Mittag mussten alle ihre Skier abgeben, dann wanderten wir noch im Breitachklamm, eine enge Schlucht, die von der Breitach im Sommer durchflossen wird. Jetzt im Winter konnten wir beeindruckende Eisfälle sehen und Eiszapfen von beachtlicher Größe bestaunen.

Die Heimfahrt war nicht ganz so unterhaltsam wie die Hinfahrt, denn schließlich war es ja so schön gewesen! Zu allem Überfluss waren wir sogar noch eine Stunde früher da, als ge­plant. Trotzdem war es ein schönes Gefühl von den Eltern, die dank einer Telefonkette uns schon erwarteten, empfangen zu werden. Das Fazit ist eindeutig: Diese Reise lohnte sich! Aber die Lehrer waren schon ziemlich erleich­tert, uns nun wieder los zu sein ;-)



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