Drei Brücken - Ein Fluss

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Alles über die drei Bonner Brücken, ihre Entstehung und ihre Geheimnisse…

Der Rhein, mit 1233 Kilometern Länge einer der längsten Flüsse Deutschlands. Er entspringt in den Alpen der Schweiz und durchquert die Schweiz, Deutschland, die Niederlande und mündet schließlich in die Nordsee. Über ihm gibt es viele Brücken, drei davon stehen in Bonn. Sie heißen Friedrich-Ebert-Brücke, Konrad-Adenauer-Brücke und Kennedybrücke. Durch sie sind Bonn (lrh.) und Beuel (rrh.) verbunden.

Über die Friedrich-Ebert-Brücke, auch „Nordbrücke“ genannt, weil sie im Norden Beuels steht, führt die Bundesautobahn 565. Sie wurde zwischen August 1964 und Juni 1967 erbaut und befindet sich bei Rheinkilometer 657,145 und kreuzt den Rhein in einem Winkel von etwa 107,29°. Die Brücke wurde am 28. Juni 1967 für den Verkehr freigegeben und nach dem ersten Reichspräsidenten Deutschlands, Friedrich Ebert (RP 1919-1925), benannt. Sie ist mit 1290 Metern die Längste der drei Brücken.

Die mit 770 Metern zweitlängste Brücke Bonns ist die Konrad-Adenauer-Brücke. Sie wird auch „Südbrücke“ genannt, weil sie im Süden Bonns steht. Erbaut wurde sie 1967 bis 1972. Sie liegt bei Rheinkilometer 651,3. Über den 39,20 m breiten Überbau verlaufen die Autobahn A 562, die Stadtbahnlinien 66 und 68 sowie beidseitig ein Fuß- und Radweg. Sie wurde benannt nach Konrad Adenauer, dem ersten Bundeskanzler Deutschlands.

Die kleinste der drei Brücken ist die Kennedybrücke. Sie wurde nach Präsident John F. Kennedy benannt. Die Brücke wurde 1948/49 auf den Pfeilern der 1945 im Zweiten Weltkrieg zerstörten alten Rheinbrücke errichtet und erhielt 1963 ihren heutigen Namen. Über sie verlaufen die Stadtbahnlinien 62, 65, 66, 67 und die meisten Bonner Buslinien.

Eine Verbreiterung der Brücke erfolgte von 2007 bis 2010. Bis heute ist sie noch nicht fertig gestellt. Nach witterungsbedingten Verzögerungen im Winter 2009/10 und weiteren Schwierigkeiten erfolgte die vollständige Freigabe erst am 12. November 2010, die endgültige Fertigstellung wurde auf Frühjahr 2011 verschoben. Auch die Kosten liegen mittlerweile höher als geplant, nach letztem Stand betragen sie mindestens 46 Millionen Euro statt der veranschlagten 40 Millionen. Dabei sollten ursprünglich nur die Brückenpfeiler erneuert werden, jetzt wurde die Brücke auch noch verbreitert. Das ist aber nicht die einzige schlechte Geschichte über die Kennedybrücke, es gibt auch noch das Brückenmännchen.

Das Brückenmännchen (bönnsch: Bröckemännche) ist eine Steinskulptur, die im Jahr 1898 beim Bau der Kennedybrücke am rechten Turm des Beueler Strompfeilers direkt über dem Fußgängerdurchlass befestigt wurde und ihren Hintern zur Beueler Seite streckte. Hintergrund war, dass die Brücke ausschließlich von Bonnern finanziert wurde, weil sich die Bewohner der „schäl Sick“ nicht an den Kosten beteiligen wollten. Das Brückenmännchen stellt somit einen nachbarschaftlichen „Gruß“ dar.



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