Vodergrund - Hintergrund Spezial: Japan

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In Japan bebte erst die Erde in einem gigantischen Erdbeben, welches von einem nicht minder schlimmen Tsunami begleitet wurde. Dieser löste einen der gefährlichsten Unfälle übehaupt, einen sogenannten GAU, aus.

Vordergrund: Die Erde bebte bei diesem Erdbeben so schlimm wie noch nie: 9,0 auf der Richterskala wurde erreicht. Damit ist das Beben vor der Küste Japans eines der größten, die jemals auf der Erde gemessen wurden. Doch Japan schadete das Erdbeben kaum, wir fragen uns natürlich, wie dieses Erdbeben so gut ausgehen konnte.

Hintergrund: Japan ist ein Land, welches häufig von Erdbeben erschüttert wird. Es liegt genau an der Grenze zweier Kontinentalplatten, welche Frontal aufeinander prallen. Dabei entsteht eine Spannung, die sich alle ein- bis zweihundert Jahre entlädt. Die folgen davon sind viele kleine und einige wenige große Erdbeben in der Region. Die Japaner sind Erdbeben also schon seit Jahrhunderten ausgesetzt. Das erklärt, dass sie perfekt auf sie vorbereitet sind und nicht einmal in Panik geraten, wenn alles wackelt. Nicht einmal so ein großes Erdbeben konnte daher nennenswerten Schaden anrichten. Anders als das was danach kam.

Vordergrund: Das Erbeben ist ja auch nicht das eigentliche Problem: Viel schlimmer ist der dadurch ausgelöste Tsunami, denn diese gigantische Welle zerstörte viele Häuser und verwüstete ganze Landstriche. Zudem zerstörte er die Stromversorgung einiger Gebiete und legte den Notstromgenerator in der Kernkraftanlage von Fukushima lahm. Warum kam diese Welle so überraschend?

Hintergrund: Diese Frage ist durchaus berechtigt: Das Wort Tsunami ist ein japanisches Wort und bedeutet "Hafenwelle", beschreibt also ziemlich treffend die Wirkung dieser Welle. Der Tsunami wurde von einem Seebeben ausgelöst, direkt vor der Küste Japans. Die Japaner hatte kaum Zeit sich zu retten. Zudem hatte die Regierung es vesäumt für diesen Fall Schutzmaßnahmen zu errichten, besonders in Atomkraftwerken und Städten direkt an der Küste. Das hat nun zur Folge, dass ganze Landstriche sich in Trümmerlandschaften verwandelt haben und die Überlebenden nicht versorgt werden können.

Vordergrund: Der Tsunami war und ist aber nur das eine Problem. Das andere ist das Atomkraftwerk von Fukushima, denn in ihm droht ein sogenannter GAU. Doch was  ist ein GAU eigentlich? Und welche folgen hat dieser?

Hintergrund: Ein GAU bezeichnet den Größten Anzunehmenden Unfall und ist die zweitschlimmste Katastrophe, die in einem Atomkraftwerk eintreten kann. Ein GAU bezeichnet eine Kernschmelze in einem Reaktor, bei der eine Menge Strahlung freigesetzt wird. In Japan passiert dies zur Zeit vieleicht in vier Reaktoren, so genau weiß das niemand. Denn es ist sehr gefährlich in ein Atomkraftwerk hinein zu gehen, in welchem ein GAU droht, denn die radioaktive Strahlung, welcher man ausgesetzt ist, kann tödlich sein. Ausgelöst wurde dieser GAU durch den Ausfall der Kühlsysteme in vier Reaktoren in Fukushima, ausgelöst durch das Erdbeben und vor allem durch den Tsunami, welcher die Notstromgeneratoren zerstörte. Für uns besteht aber keine Gefahr vor den Strahlen aus dem Reaktor, weil wir viele hundert Kilometer von dort entfernt leben, aber die Menschen in Japan haben mit den Folgen zu kämpfen: Verseuchtes Trinkwasser, verunreinigtes Gemüse und radioaktiver Fisch. Denn die größte Gefahr ist, dass die Radioaktivität nur für Messgeräte sichtbar ist, und nicht vom menschlichen Auge.


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