Vordergrund - Hintergrund: FDP

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In letzter Zeit hört man den Namen einer Partei immer wieder: Den, der FDP. Doch was ist das für eine Partei? Wofür steht sie und weshalb befindet sie sich in der Krise?


Vordergrund:  Die Ideen und die Ideologie der FDP ist alt, so alt wie Deutschland. Schon vor dem Kaiserreich gab es Liberale Parteien. Doch was waren das für Parteien? Und was ist Liberalismus eigentlich genau?

Hintergrund: Für die Geschichte der Partei muss man weit zurück in die Geschichte greifen: Wir schreiben das 19 Jahrhundert, als sich im Deutschen Gebiet (Deutschland gab es damals noch nicht) Studenten zusammentaten und für mehr Rechte und die Einigung Deutschlands eintraten. Sie begründeten den Liberalismus (lat. liber: „frei“; liberalis, „die Freiheit betreffend, freiheitlich“), welcher sich in einer der ersten Parteien manifestierte, der Deutschen Fortschrittspartei. Diese wurde mehrmals umbenannt und neugegründet und wieder aufgelöst. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die heutige Freie Demokratische Partei Deutschlands (kurz FDP) gegründet. Laut Parteiprogramm vertritt sie die Menschenrechte und die Freiheit des Individuums, sowie den Schutz der Sozialen Marktwirtschaft. Jedoch wird ihr heute häufig vorgeworfen, dass sie sich nur nach den Interessen der großen Konzerne richtet.

Vordergrund: Westerwelle führte die Partei viele Jahre lang an und musste nun als ihr Vorsitzender zurücktreten. In Rheinland-Pfalz und in Sachsen-Anhalt ist sie nicht mehr im Landtag vertreten. In anderen Bundesländern brach sie bei Landtagswahlen ein. Und in Umfragen sieht es auch nicht gut für sie aus: Die FDP ist mitten in einer Existenzkrise. Wie konnte das passieren?


Hintergrund: Die FDP hatte in den letzten dreißig Jahren mehrere Existenzkrisen, die letzte vor etwa zehn Jahren. Damals fiel sie auch aus beinahe allen Landtagen und Schnitt bei der Bundestagswahl 1998 sehr schlecht ab. Dann kam Guido Westerwelle an die Parteispitze und brachte die Wende der Partei. Nun ging es wieder Aufwärts mit den Stimmzahlen: Im Jahr 2009 hatte die FDP eines ihrer besten Wahlergebnisse überhaupt auf Bundesebene und war in fast allen Landtagen vertreten. Erst nach der Wahl ging es mit der FDP wieder bergab: Vorgeworfen wurden ihr sinnlose politische Ziele, wie Steuersenkungen bei knappen Kassen oder ihre Position und ihr Handeln in der Atomenergiefrage. Viele Dinge, die die Partei Stimmen kosteten und nun Westerwelle zwangen, nicht mehr als Parteivorsitzender zu kandidieren. Vieleicht geht es  mit Phillipp Rösler, der als wahrscheinlichster Nachfolger Westerwelles gilt, nun wieder Bergauf, zumindest aber hat er angekündigt die FDP reformieren zu wollen.



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