Vordergrund – Hintergrund: Datenschutz

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Egal ob beim Einkauf bei Amazon, bei der Anmeldung im Internetportal Facebook oder bei der aktuellen Umfrage des statistischen Bundesamtes: Immer werden Daten gebraucht und weiter gegeben. Doch die Vor- und Nachteile dieser Datenschieberei sind nicht jedem klar.

Vordergrund: Es ist noch keinen Monat her, da hat der größte Datendiebstahl seit Jahren bei Sony für Aufregung gesorgt. Einige Hacker hatten dem Konzern Informationen von mehreren tausend Kunden gestohlen. Viele Politiker beklagen den allzu leichtsinnigen Umgang der Daten von Bürgern, wie zum Beispiel Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner. Doch was sind Daten eigentlich genau? Wo geben wir diese denn weiter? Und warum ist das gefährlich?

Hintergrund: Eine Geläufige Definition von Daten lautet: „Daten sind zum Zweck der Verarbeitung zusammengefasste Zeichen, die aufgrund bekannter oder unterstellter Abmachungen Informationen (d.h. Angaben über Sachverhalte und Vorgänge) darstellen.“ Die meisten dieser Daten, um die es geht, sind auf den ersten Blick unscheinbar und nutzlos. Es sind Angaben, die Menschen über sich machen, wie zum Beispiel wo sie wohnen, wie sie heißen, welches Eis sie mögen, welche Musik sie kaufen usw., aber auch Konto- und Kreditkartennummern. Wir geben sie häufig bei Einkäufen und Anmeldungen an, besonders im Internet. Die große Gefahr, die darin lauert ist, dass wir häufig nicht wissen, wer unsere angegebenen Daten eigentlich alles einsehen kann und was mit ihnen gemacht wird. Sorgt es nur für Gerüchte und Klatsch über uns, weil wir etwas bei Facebook gepostet haben? Werden sie verkauft an Verbrecher, oder gar von den Firmen selbst für Verbrechen genutzt? Auch Angaben über den Standort können unangenehm sein, denn was einmal preisgegeben wurde ist nur schwer wieder zurück zu nehmen. Doch Datenpannen wie der Diebstahl bei Sony werden leider immer häufiger, daher sollten wir langsam mal anfangen nachzudenken: Wem geben wir welche Daten? Und was kann damit passieren?

Vordergrund: Das statistische Bundesamt führt eine Volkszählung durch, was bedeutet, dass Zähler von Haus zu Haus gehen und dort Daten sammeln. Wie alt man ist, wie viele Personen im Haus leben, welchen Beruf man ausübt und viele andere Dinge werden dabei erfragt. Sie wollen wissen, wie viele Menschen in Deutschland leben und was diese machen, um den Politikern beim Regieren zu helfen. Aber ist das gefährlich? Könnte der Staat die Daten nicht missbrauchen? Und warum braucht der Staat die Daten zum Regieren?

Hintergrund: Die jetzige Volkszählung verläuft relativ ruhig. Die Menschen sind es mittlerweile gewohnt, ihre Daten weiterzugeben, die Angst von vor 25 Jahren existiert so nicht mehr. Doch man sollte immer wieder bedenken, dass die Internet-Kriminalität stetig wächst und uns bedroht. Genauso gefährlich ist die Macht, die der Staat oder ein unternehmen hat, welche die Daten anderer Menschen besitzen. Daher hier ein Aufruf: Achtet, wem ihr wo eure Daten gebt!



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