Interview mit Susanne Kessel

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Wir kommen beide von der Schule, sitzen sehr nervös in der Lobby des Kunstmuseums und warten darauf abgeholt zu werden.Freundlich werden wir in Empfang genommen und zu Frau Kessel  in den Saal geführt in dem sie  ihren Flügel für das Konzert ausstattet. Wir begrüßen uns und dann geht es auch schon los.
Julia: Mit wie vielen Jahren haben Sie angefangen Klavier zu spielen und wie sind Sie darauf gekommen?
Susanne Kessel: Bei mir war das so, dass ich eine ältere Schwester habe die auch Klavier gespielt hat, sodass ich schon sehr früh ein Klavier zu Hause rumstehen hatte auf dem ich rumklimpern konnte. Mit 5 Jahren habe ich auch angefangen Klavier zu spielen.
Maja: Ist klassische Musik die einzige Musikrichtung die Sie gerne hören?
SK: Als ich jünger war habe ich auch die Charts und alles was damals In war mitgemacht aber heute höre ich hauptsächlich klassische Musik und auch gerne Jazz.
Da Susanne Kessel früh angefangen hat Klavier zu spielen und dies auch weiter verfolgt hat erhielt Sie schon früh erste Preise und Auszeichnungen.
Julia: Was haben Sie empfunden, nachdem Sie ihre erste Auszeichnung erhalten haben?
SK: Ich war damals noch jünger als ihr jetzt und natürlich auch sehr froh und auch ein wenig stolz, weil man hat dann ja sehr viel Arbeit in diesen einen Tag gesteckt und das ist dann ja sehr schön zu sehen, dass man erfolgreich war.
Maja: Haben Sie auf der Bühne schon einmal improvisiert?
SK: Nein eigentlich nicht. Improvisieren war nie so meins. Ich spiele eigentlich immer alles so wie es geprobt war.In den modernen Stücken kommt es aber schon häufiger vor, dass auf dem Blatt steht man solle eine Minute improvisieren und dann denke ich mir schon etwas eigenes aus. Aber sonst nicht.
Julia: Was ist es für ein Gefühl vor so vielen Menschen zu spielen?
SK: Das Gefühl kann man eigentlich nicht beschreiben sondern nur selbst erleben. Aber dafür braucht man dann die Menschen die einem das Gefühl geben. Wenn man für einen Auftritt lange geübt hat und den Leuten dann zeigt was man kann und es ihnen dann gefällt. Das ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl.
Maja: Wie definieren Sie den Begriff Virtuosin und würden Sie sich selbst als eine Bezeichnen?
SK: Diesen Begriff lehne ich ab. Dieser Begriff gehört in die romantische Musik. In der Romantik hatte das Klavier nämlich eine ganz große Zeit. Wenn ich die Stücke aus dieser Zeit spiele bin ich zwar auch eine Virtuosin aber das ist auch nur ein kleiner Teil der Musik.
Julia: Was würden Sie jungen Aufstrebenden Musikern und Musikerinnen empfehlen?
SK: Ich würde empfehlen erst herauszufinden was einem persönlich am meisten Spaß macht und das dann ganz fleißig zu üben. Ich würde auch empfehlen immer die besten Lehrern zu suchen. Dann würde ich auch immer Freundschaften unter Musikern pflegen nicht abheben so wie das jungen Musikern häufig passiert wenn sie erste Erfolge erleben.
Maja: Welche Stücke haben Sie gerne gespielt als Sie jünger waren?
SK: Ich weiß gar nicht mehr so genau was ich früher gespielt habe. Auf jeden Fall habe ich sehr gerne Mozart gespielt.
Julia: Würden Sie sich mit dem chinesischen Pianisten Lang Lang vergleichen?
SK: Er spielt Klavier und ich auch insofern kann man das vielleicht ansatzweise vergleichen. Ich finde es auch immer sehr interessant was er macht und ich glaube das er im Moment derjenige ist, der das Klavier so populär macht und das finde ich auch sehr schön. Ansonsten glaube ich, dass wir nicht viel gemeinsam haben. Trotzdem habe ich großen Respekt vor im und dem was er tut.
Maja: Wenn Sie nochmal die Möglichkeit hätten ein Instrument zu lernen, würden Sie wieder das Klavier nehmen?
SK: Ja ich würde immer wieder das Klavier nehmen. Aus dem einfachen Gründe, dass  die meisten Komponisten haben auch für Stücke für das Klavier geschrieben und deshalb haben wir die größte Literatur und die meiste Auswahl an Stil.


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